Wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen!

  • Ist Ihre stimmliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt?
  • Verspüren Sie beim Sprechen ein Druck-, Enge- oder Fremdkörpergefühl?
  • Müssen Sie oft räuspern oder husten?
  • Leiden Sie unter nächtlichem Zähneknirschen?

Sofern diese Symptome ohne erkennbare Ursache auftreten oder nach Abklingen eines Infektes länger als 14 Tage bestehen bleiben, sprechen Sie mit Ihrem Haus- und HNO-Arzt.

Stimmstörungen können Menschen jeden Alters betreffen. Sie können sowohl funktionale als auch organische Ursachen haben und wirken sich auf die Lebensqualität der Betroffenen aus, da die Kommunikation erschwert ist. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Stimmstörungen und die Therapiemöglichkeiten. Dabei spielt die Logopädie eine zentrale Rolle in der Behandlung und Rehabilitation derartiger Störungen.

Besondere Therapieansätze in unserer Praxis

Basierend auf dem HNO-ärztlichen Befund und unserer logopädischen Diagnostik erstellen wir unter Beachtung ihrer individuellen Bedürfnisse ein Therapiekonzept. Dabei finden neben klassischen logopädischen Methoden wie u.a. Atem-, Haltungs- und diversen Stimmübungen vor allem folgender Therapieansätze Anwendung:

  • Funktionale Stimmarbeit nach Michael Heptner
    Hierbei handelt es sich um eine ganzheitliche zu einer optimalen Stimmfunktion zu gelangen. Die Heptner-Methode eignet sich nicht nur für Stimmpatienten, die wieder zu einer gesunden Stimme zurückfinden möchten, sondern auch für (professionelle) Sänger und Sprecher, die die Leistungsfähigkeit ihrer Stimme verbessern möchten.
  • Manuelle Stimmtherapie (MST) nach Gabriele Münch
    Die MST bezeichnet eine mit den Händen ausgeführte Methode, bei der funktionelle Störungen der Atem- , Artikulations-, Stimm- und der am Schluckakt beteiligten Organe behandelt werden. Nachdem die betroffene Muskulatur wird auf Spannungsunterschiede, Bewegungseinschränkungen sowie Druckschmerzempfindungen untersucht wurde, führt die Therapeutin Massagegriffe, passive Dehnungen und Lagerungstechniken am Körper des Patienten durch, damit ein Spannungsausgleich der Muskulatur erfolgt. Dadurch wird die Wiederherstellung der Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit dieser Strukturen unterstützt.
  • Gesprächsführung nach Milton Erickson
    Häufig sind äußere Faktoren von entscheidender Bedeutung für die Entstehung einer Stimmstörung. Gespräche können helfen, einen anderen Umgang mit Druck und Alltagsstress zu finden, die eigene stimmliche Reaktion einzuordnen und ggf. neue Wege zu gehen.

Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Stimme

Im alltäglichen Leben betreiben wir völlig selbstverständlich verschiedene hygienische Maßnahmen, um unseren Körper gesund zu erhalten und Krankheiten zu vermeiden oder zu begrenzen. Haben Sie im Zusammenhang mit Ihrem beruflichen Stimmgebrauch schon einmal über Stimmhygiene nachgedacht und / oder diese praktiziert ?

Im folgenden erhalten Sie einige grundlegende Tipps zur Gesunderhaltung ihrer Stimme

Gesunde Menschen sollen viel trinken!

Wenn Sie 2-3 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken, erfüllen Sie nicht nur das, was Ihnen Ihr Arzt hinsichtlich eines optimalen Flüssigkeitshaushalts empfiehlt. Sie halten damit auch Ihre Mund- und Rachenschleimhaut feucht und elastisch. Die Atemluft kann sich mit Feuchtigkeit sättigen, ehe sie den Kehlkopf passiert.

Achtung: Kaffee, schwarzer Tee und alkoholische Getränke trocknen die Schleimhäute aus und beeinflussen die Blutgefäße im Hals! Sprech- oder Singverhältnisse können sich negativ verändern. Vermeiden Sie daher nach Möglichkeit den Genuss dieser Getränke vor längeren Sprechsituationen oder spülen Sie mit reichlich Wasser nach.

Halten Sie Giftstoffe vom Körper fern!

Konsumieren Sie möglichst kein Nikotin und starken Alkohol, da diese den Hals austrocknen und die Schleimhäute zusätzlich belasten.

Sorgen Sie für ein gutes Raumklima!

Staubbelastete, trockene Luft reizt die Schleimhäute. Verbessern Sie Raumklima und Luftfeuchtigkeit z.B. durch regelmäßiges Lüften und Wasserbehälter.

Bevorzugen Sie sanfte, zuckerfreie Bonbons!

Bei Trockenheit oder leichter Reizung helfen Salbeibonbons, Emser-Salzpastillen oder Halspastillen (z.B. Isla-Moos). Scharfe Menthol- oder Pfefferminz-Bonbons sind Gift für Ihre Stimme, da sie die Schleimhäute reizen und ihnen Flüssigkeit entziehen.

Husten Sie anstatt zu Räuspern!

Häufiges Räuspern führt zu vermehrter Schleimhautreizung und damit oft zum Räusperzwang, der die Spannungsverhältnisse im Kehlkopf negativ beeinflusst und Stimmstörungen begünstigt.

Grundsätzlich gilt: Alles, was weg muss, bekommen Sie durch leichtes Abhusten oder etwas trinken weg. Verschwinden die Missempfindungen nicht, hat das andere Ursachen.

Wärmen Sie ihre Stimme auf!

Kein Sportler geht ohne Erwärmung in den Wettkampf, kein Sänger ohne Einsingen auf die Bühne. Nutzen Sie die Chance des Warming-ups. Vertreiben Sie den Frosch im Hals, das Gefühl, sich ständig räuspern zu müssen. Wenn ihre Stimme aufgewärmt ist, klingt sie voller und lebendiger.

Beginnen Sie mit einer Körperaktivierung, lockern Sie Kiefer, Lippen und Zunge. Beginnen Sie dann sanft zu tönen, zu summen und mit ihrer Stimme zu spielen.

Was sind Stimmstörungen?

Stimmstörungen sind Beeinträchtigungen der Stimmbildung und des Stimmklangs, die zu einer Veränderung der Stimme führen. Diese Störungen können sich in unterschiedlichen Formen äußern, wie zum Beispiel Heiserkeit, Stimmverlust oder Stimmversagen. Sie können sowohl vorübergehend als auch chronisch sein und die Kommunikation der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Arten von Stimmstörungen

  1. Funktionelle Stimmstörungen
    Diese entstehen durch unsachgemäßen Gebrauch der Stimme, z. B. durch Überanstrengung, falsche Atmung oder unzureichende Stimmtechnik.
  2. Organische Stimmstörungen
    Diese sind auf physische Veränderungen der Stimmbänder oder der Stimme zurückzuführen, wie zum Beispiel Entzündungen, Tumore oder anatomische Anomalien.
  3. Psychogene Stimmstörungen
    Diese sind durch Stress oder Belastungssituationen ausgelöste Stimmstörungen, deren Syptome von einer plötzlichen Stimmlosigkeit (Aphonie) bis zur andauernden Heiserkeit reichen.

Anzeichen einer Stimmstörungen

Die Symptome von Stimmstörungen können variieren. Häufige Anzeichen einer Stimmstörung sind:

  • Stimmklangveränderung
    Die Stimme klingt heiser, rau, kratzig oder schwach.
  • Stimmverlust
    Die Betroffenen können nicht sprechen, sie sind aphon.
  • Missempfindungen
    Während des Stimmgebrauchs treten Schmerzen oder Unbehagen im Hals oder in der Kehlkopfregion auf.
  • geringe Lautstärkevarianz
    Einige Betroffene haben Schwierigkeiten, laut zu sprechen oder zu rufen. Andere sprechen gewohnheitsmäßig viel zu laut. Die Stimme, in einer angemessene Lautstärke zu nutzen oder gar ganz leise zu sprechen, fällt ihnen schwer.
  • Atemprobleme
    Mögliche Symptome sind hier ein zu hoher Luftverbrauch, Schnappatmung, Atemgeräusche und unadäquate Atempausen.
  • Eingeschränkte stimmliche Belastungsfähigkeit
    Die Belastungsfähigkeit der Stimme ist nicht ausreichend, um den Anforderungen ihres familiären und beruflichen Alltags gerecht zu werden.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich bemerken, ist es wichtig, einen Facharzt aufzusuchen und ggf. eine logopädische Therapie aufzunehmen. Eine Abklärung kann helfen, die genaue Ursache der Stimmstörung zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Prävention

Ein wichtiger Aspekt der Logopädie ist die Prävention von Stimmstörungen. In unserer Praxis in Ebersbach-Neugersdorf bieten wir Workshops und Schulungen an, um Menschen über die richtige Stimmbildung und Stimmgesundheit aufzuklären. Dazu gehören:

  • Stimmtraining für Berufsgruppen: Besondere Angebote für Lehrer, Sänger und Menschen, die beruflich viel sprechen.
  • Workshops zur Atemtechnik: Schulungen zur Verbesserung der Atemtechnik und Stimmbildung.
  • Sensibilisierung für Stimmgesundheit: Aufklärung über die Bedeutung der Stimme und Möglichkeiten, diese gesund zu erhalten.

Stimmstörungen sind ernstzunehmende Probleme, die viele Menschen betreffen. Unsere erfahrene Logopäden stehen Ihnen zur Verfügung und helfen, Ihre Stimme zu rehabilitieren und wieder voll zu nutzen. Durch gezielte Diagnostik und individuelle Therapieansätze können Stimmstörungen effektiv behandelt und sogar verhindert werden.

Wenn Sie unter Stimmstörungen leiden oder Fragen zu den Behandlungsmöglichkeiten haben, zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren. Ihre Stimme ist ein wertvolles Gut, und es ist wichtig, sie zu pflegen und zu schützen.