
Individuelle Therapieansätze bei Schluckstörungen – Effektive Behandlung für mehr Lebensqualität
Unsere Praxis bietet gezielte und individuelle Therapieansätze, um Schluckstörungen effektiv zu behandeln und die Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern.
Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg!
- Müssen Sie oft nach dem Essen oder Trinken husten?
- Haben Sie das Gefühl, dass das Kauen und/oder Schlucken erschwert ist?
- Leiden Sie unter übermäßigem Würgereiz beim Zahnarzt oder sogar beim Zähneputzen?
Wenn Sie diese Symptome wahrnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt. Nehmen sie die Chance war, etwas gegen diese Probleme zu tun, denn unbehandelte Schluckstörungen können lebensbedrohliche Folgen haben.
In der logopädischen Therapie wird gezielt daran gearbeitet, die Ursachen zu identifizieren und effektive Behandlungsansätze zu entwickeln, um Betroffenen zu helfen. Diese beinhaltet u.a. sensorisches und muskuläres Training sowie eine individuelle Beratung hinsichtlich Essenssituation und einer möglichen Kostanpassung. Lesen Sie mehr dazu.
Was sind Schluckstörungen?
Schluckstörungen (Dysphagien) sind funktionell oder organisch bedingte Störungen der orofacialen Muskulatur und aller am Schlucken beteiligten Strukturen. Bei einer Schluckstörung (Dysphagie) sind der Schluckvorgang und/oder die orale Nahrungsaufnahme beeinträchtigt. Schluckstörungen können Menschen jeden Alters betreffen.
Symptome von Schluckstörungen
Neben der allgemeinen Schwierigkeit zu Schlucken können Symptome von Schluckstörungen sehr unterschiedlich ausfallen und in unterschiedlichen Körperregionen auftreten.
Symptome eines gestörten Schluckvorganges im Mundraum:
- Austritt von Speichel und/oder Nahrung aus der Mundhöhle
- Verbleiben von Nahrungsresten im Mundraum infolge veränderter intraoraler Sensibilität
- eingeschränkte Kieferbeweglichkeit und -kraft
- Probleme beim Nahrungstransport mit der Zunge, „es rutscht nicht“
- übersteigerte orale Reflexe (z.B. Würgereflex, Beißreflex)
Symptome eines gestörten Schluckvorganges im Rachenraum:
- Austritt von Nahrung aus der Nase
- zu früh/spät ausgelöster oder fehlender Schluckreflex
- eingeschränkte Kehlkopfbewegung
- Verschlucken mit Husten, Niesen, Würgen und/oder Erbrechen
- gurgelnde Stimme
Wenn eine oder mehrere dieser Symptome auftreten, ist es wichtig, diesen frühzeitig auf den Grund zu gehen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Nicht behandelte Schluckstörungen können lebensbedrohliche Folgen haben.
Mögliche Folgen einer unerkannten/unbehandelten Schluckstörung sind u.a. Mangenernährung, Dehydration (Flüssigkeitsverlust), Fieber und Lungenentzündungen. Beim Verschlucken von Nahrung besteht Erstickungsgefahr.
Dem Verschlucken vorbeugen – Tipps für den Alltag
Obwohl sich nicht alle Schluckstörungen verhindern lassen, gibt es Maßnahmen, die das Risiko der Aspiration verringern können:
- Langsames Essen und gründliches Kauen: Eine bewusste Nahrungsaufnahme kann helfen, Probleme beim Schlucken zu vermeiden. Achten Sie v.a. im Umgang mit Menschen mit Schluckproblemen auf eine ruhige, ablenkungsarme Essensatmosphäre.
- Kost anpassen: Bei Schluckproblemen können Getränke angedickt werden, um das Risiko des Verschluckens zu reduzieren. Feste Kost kann püriert werden. Wählen Sie gut zerkaubare Nahrung. Meiden Sie Krümeliges.
- Regelmäßige Übungen: Führen Sie Übungen zur Stärkung der Schluckmuskulatur durch. Trainieren Sie ggf. regelmäßig das in der Therapie erlernte Schluckmuster.
Verschiedene Behandlungsmethoden
Die Behandlung von Schluckstörungen in unserer Logopädischen Praxis verfolgt das Ziel, die Schluckfunktion zu verbessern, die Lebensqualität zu steigern und mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Die Therapie ist individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt und kann folgende Ansätze umfassen:
- Kompensatorische Techniken: Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die dazu dienen, die aktuellen Schluckbeschwerden zu umgehen oder zu minimieren. Dazu gehören z.B. die Anpassung der Körperhaltung während des Schluckens oder der Einsatz von speziellen Schlucktechniken.
- Therapie der Schluckmuskulatur: Durch gezielte Übungen wird die Muskelkraft und -koordination verbessert. Die Patienten lernen, bestimmte Schlucktechniken und Muskelübungen regelmäßig durchzuführen, um die Effizienz des Schluckvorgangs zu steigern.
- Manuelle Therapie: Mit Techniken der Manuelle Schlucktherapie (MST) werden Verspannungen im Hals- und Nackenbereich gelöst und die für die Schluckfunktion wichtigen Strukturen werden mobilisiert.
- Konsistenzadaptionen: Falls notwendig, wird die Konsistenz der Nahrung angepasst, z.B. durch das Andicken von Flüssigkeiten oder das Pürieren von fester Nahrung, um das Risiko des Verschluckens zu verringern.
Ursachen von Schluckstörungen/Dysphagien
Die Ursachen von Schluckstörungen sind vielfältig und können auf unterschiedliche Erkrankungen oder körperliche Veränderungen zurückzuführen sein. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Neurologische Erkrankungen: Krankheiten wie Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose oder amyotrophe Lateralsklerose (ALS) können den Schluckreflex beeinträchtigen. Durch Schädigungen im zentralen Nervensystem wird die Koordination der für den Schluckvorgang erforderlichen Muskeln gestört.
- Muskel- und Gewebeschäden: Bestimmte muskuläre Erkrankungen oder eine Schwächung der Muskeln im Mund- und Rachenraum können den Schluckvorgang erschweren. Auch Schäden durch chirurgische Eingriffe, Bestrahlung oder Tumorerkrankungen im Hals- und Kopfbereich können Schluckstörungen verursachen.
- Altersbedingte Veränderungen: Im Alter lassen die Muskelkraft und die Sensibilität im Schluckapparat nach, was zu einer altersbedingten Dysphagie führen kann.
- Strukturelle Veränderungen: Verengungen der Speiseröhre, Entzündungen, Tumoren oder eine Fehlfunktion des Schließmuskels am Übergang zur Speiseröhre können ebenfalls zu Schluckbeschwerden führen.
- Psychogene Ursachen: Auch psychische Faktoren wie Stress, Angst oder Depressionen können Schluckstörungen begünstigen. In solchen Fällen spricht man von einer psychogenen Dysphagie.
Logopädie Bickel in Ebersbach-Neugersdorf bietet Therapie von Schluckstörungen
Mit langjähriger Erfahrung und umfassender Expertise im Bereich der Logopädie stehen die Therapeuten bereit, um Patienten mit Schluckstörungen bestmöglich zu unterstützen. Das Team setzt dabei auf moderne Therapieansätze und individuelle Behandlungspläne, die auf die speziellen Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt sind.
Ob bei neurologisch bedingten Dysphagien, nach einer Operation im Halsbereich oder bei altersbedingten Schluckstörungen – wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für jeden Patienten.
Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und den Patienten wieder eine sichere und angenehme Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Schließlich ist Essen und Trinken zu können eine wichtige Aktivität des täglichen und sozialen Lebens und in Hinblick auf elementare Lebensqualität von unschätzbarer Bedeutung.